"Mamalamam" als Tondokument, vorgelesen von François Loeb:
Mamalamam
Wenn es Papperlapapp gibt, muss es auch Mamalamam geben. Papperlapapp. Was pappelt denn jemand? Einfach ein Papperlapapp ohne Inhalt, ohne Wirkung. Das Gegenteil, Mamalamam, muss bedeutend sein, gewichtig und richtig. Denn Papperlapapp, was bedeutet das schon? Nichts. Ein unbedeutendes Geschwätz. Mamalamam jedoch geht auf den Punkt, macht den Punkt, bildet daraus etwas Bedeutendes, dasjenige, was uns prägt. Denn nicht wahr, von der Geburt des Wortes her ist Mamalamam von ganz anderer Bedeutung als Papperlapapp. Bedeutungsvoll, richtig, in die entscheidende Richtung weisend.
Mamalamam sollte viel mehr unser Leben bestimmen, statt das ewige Papperlapapp, das uns ins Nichts, ins Nirwana führt, uns auflöst und nicht in die Neugeburt, derer wir so dringend bedürfen. Das ist beileibe kein Pappenstiel, kein Papperlapapp, eher ein Mammerlaman-Stil, ganz ohne ie, also kein Stiel, viel mehr ein Stiil, der uns aus dem Weltgeschehen-Karussell herausführen, uns aus der Gewaltspirale erlösen kann. Aus der uns ganz ohne Papperlapapp das Mamalamam führen mag. Führen muss. Denn neugeboren muss mit der mütterlichen Zuversicht der Globus werden, auf dass wir die unaufhaltsame Spirale verlassen, den Neuanfang wagen können. Wagen dürfen. Es lebe das Mamalamam, das über das Papperlapapp der heutigen Zeit herrschen, dieses verdrängen, ablösen mag.
Veröffentlicht am 28.05.2026
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