Meine kostenlose Kurzgeschichte der Woche
An dieser Stelle präsentiere ich Ihnen im wöchentlichen Wechsel die (kostenlose) Kurzgeschichte der Woche, auch als Pdf-Download.
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Hier die aktuelle Kurzgeschichte der Woche (auch als Download Pdf >>) :
Ver-Grämen
Gram habe ich mehr als genug! Beruf, Familie und was es sonst noch so gibt. Geldsorgen, mein Übergewicht, das sich als anhänglicher erweist als alle meine bisherigen Beziehungen. Doch wie es so im Leben geht: es ist so hinzunehmen wie es sich präsentiert! Was mich direkt zum Präsens führt, zur Gegenwart, die ja von ihrer Definition her, obwohl diese die Silbe ‘warten’ beinhaltet, keineswegs bereit ist zu warten, sondern sich subito abspult, ob man das will oder nicht. Jedenfalls der Gram bleibt, lässt sich nicht abschütteln. Was kann ich nur dagegen unternehmen?
Da lässt meine Fantasie eine Idee in meinem linken Ohrläppchen explodieren, frisst sich wie ein Ohrwurm in mein Hirn ein, erobert dieses, übernimmt es ganz und gar!
Lässt den gesamten Gram doppelt vergrämen! Doch wie, antwortet schmalzig mein sich über Monate angesammelter Ohrenschmalz oberhalb des linken Ohrläppchens und präsentiert sogleich seine gelblich leuchtende Antwort: „Vergrämt wird mit Chemikalien, doch diese können sich als äusserst schädlich erweisen. Gar tödlich wirken. Also lieber eine andere Methode einsetzen. Ich als erfahrener, bis ins höchste Alter stets wachsender linker Ohrlappen, empfehle ultraschalltönende, den Gram verstörende Töne!“
So beginne ich, erst im Ober-, dann im Unterton zu singen. Die Töne, die da erklingen, ertragen meine Kontrahenten, die verschiedensten Gräme nicht, machen sich aus dem Staub!
Wie heisst es so schön beim Prediger Salomon: ‘Alles geht zu einem Ort, alles aus Staub, und alles kehrt zurück zu Staub‘. Und ich bin singend jubilierend schlagartig all meinen Gram ohne jede Schläge auf einen Schlag los.
Und als Bonus ein weiterer DREISATZROMAN aus meiner Feder:
G R A M
Was für
Ein Kram
Der tägliche
Unvermeidlich
So nervend Gram.
Vermeidlich nicht
Trotz hellstem
Tageslicht.
Was da kommt
In jedem Fall ins
Oberlicht sinkt pünktlich
In das Unter des Bewussten.
Geschrieben von François Loeb, Schweizer Schriftsteller. Weitere Geschichten finden Sie auf der Archivseite >> und hier sind alle Dreisatzromane >> aufgeführt.
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Freue mich darüber sehr!